Qualität der Badegewässer Jahresbericht 2025
Die Europäische Kommission und die Europäische Umweltagentur haben am 16. Juni 2026 den Jahresbericht über die Qualität der Europäischen Badegewässer für 2025 veröffentlicht.
Die Bewertung wurde von der Europäischen Umweltagentur (EEA) zusammen mit der Europäischen Kommission erstellt und zeigt, wo in Europa gut gepflegte Badeorte zu finden sind. Die Bewertung basiert auf den Meldungen der Badeorte für die Saison 2025 an die EUA, inklusive EU-Mitgliedstaaten, Albanien und Schweiz. Der Fokus der Untersuchung lag auf der Überwachung von Bakterien, die potenziell schwere Krankheiten verursachen können.
Ergebnisse
- Die meisten Badegewässer Europas sind laut der neuesten Bewertung für die Badesaison 2025 sicher zum Schwimmen, über 85 % der überwachten Badegewässer erfüllten im letzten Jahr die strengsten EU-Standards für „ausgezeichnete“ Wasserqualität.
- 96 % aller offiziell ausgewiesenen Badegewässer in der EU erreichten mindestens die Mindestqualitätsstandards.
- In Zypern, Bulgarien, Griechenland und Österreich waren 95 % oder mehr der Badegewässer von ausgezeichneter Qualität.
- Nur 1,5 % der Badegewässer in der EU wurden als von „mangelhafter“ Qualität eingestuft.
- Die Wasserqualität an der Küste ist generell besser als die von Flüssen und Seen. Im Jahr 2025 waren etwa 88 % der Küstenbadegewässer ausgezeichnet, während es bei den Binnengewässern 78 % waren.
Ergebnisse zu Österreich
- Insgesamt wurden in Österreich 260 Gewässer untersucht. 96,5 % waren in exzellentem Zustand, 2,7 % gut, 0,4 % ausreichend und 0,4 % schlecht.
- Fast alle untersuchten Badegewässer in Niederösterreich sind in exzellentem Zustand, abgesehen vom Donau Altarm in Greifenstein (Bewertung „gut“) und dem Edlerseeteich in Geras (Bewertung „gut“) sowie dem Frauenwieserteich in Langschlag (Bewertung „ausreichend“).
- Den Länderbericht zu Österreich finden Sie hier.
Hintergrund
- Die ausgezeichnete Qualität der europäischen Badegewässer ist unter anderem auf die nachhaltige Wirkung der EU-Rechtsvorschriften zurückzuführen.
- Die Qualität der europäischen Badegewässer hat sich in den letzten Jahren aufgrund der Badegewässerrichtlinie der EU und anderer EU-Vorschriften im Wasserbereich stetig verbessert.
- Dazu haben verbesserte Überwachungs- und Bewirtschaftungsverfahren, Investitionen in kommunale Abwasserbehandlungsanlagen, eine bessere Abwassersammlung und eine bessere Bewertung der Blaualgenblüten, die für die menschliche Gesundheit und die Natur schädlich sein können, beigetragen.
Herausforderungen
- Dennoch erfordert die Verwirklichung gesunder und widerstandsfähiger Wassersysteme kontinuierliche Fortschritte bei der Bewältigung komplexerer Belastungen von Oberflächengewässern und Grundwasser, einschließlich der Verschmutzung durch Chemikalien und der Auswirkungen des Klimawandels.
- Weitere Herausforderungen für die Wasserqualität sind giftige Cyanobakterienblüten, die häufig zu Badeverboten führen, aber nicht Teil der EU-Badegewässerüberwachung sind.