Konferenz der Landtagspräsidentinnen und -präsidenten
in Hainburg
Hainburg an der Donau war Schauplatz der Herbstkonferenz der österreichischen Landtagspräsidentinnen und Landtagspräsidenten, zu der Landtagspräsident Karl WIlfing eingeladen hat. Im Mittelpunkt standen die wirtschaftliche Entwicklung der Ostregion, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Bedeutung eines starken Föderalismus. Im Rahmen der Konferenz gab Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner einen Empfang, bei dem der Preis für Föderalismus- und Regionalforschung 2026 verliehen wurde.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landtagspräsident Karl Wilfing betonten gemeinsam: „Ein starker Föderalismus und eine gute Zusammenarbeit über Grenzen hinweg sind entscheidend, um die Zukunft unserer Regionen erfolgreich zu gestalten. Denn die Menschen erwarten sich keine Zuständigkeitsdebatten, sondern konkrete Lösungen, die ihren Alltag verbessern und neue Chancen schaffen.“
Im Zuge der Konferenz verwies Landtagspräsident Karl Wilfing auf die besondere Entwicklung der Region zwischen Wien und Bratislava: „Was früher eine Randlage am Eisernen Vorhang war, liegt heute mitten in einem gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum. Die europäische Integration hat gerade für unsere Region enorme Chancen eröffnet. Kapital, Arbeitskräfte, Forschung und Lieferketten machen längst nicht mehr an Staatsgrenzen Halt.“ Gleichzeitig stehe Europa im globalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Umso wichtiger seien gemeinsame Antworten in den Bereichen Verkehr und Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Forschung und Innovation sowie Energie.
„Die Menschen wohnen auf der einen Seite der Grenze und arbeiten oder absolvieren ihre Ausbildung auf der anderen. Sie fahren zum Einkaufen, zur Schule oder zum Arzt über die Grenze. Gemeinden und Lebensräume wachsen über Staatsgrenzen hinweg zusammen“, so Wilfing. Diese Entwicklung stelle auch die Politik vor neue Herausforderungen: „Eine grenzüberschreitende Region braucht grenzüberschreitende Lösungen. Deshalb müssen wir die Zusammenarbeit weiter stärken und die Chancen dieses gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraumes bestmöglich nutzen.“
Bei der Tagung zählten neben den Präsidentinnen und Präsidenten sowie den Direktorinnen und Direktoren der Landtage unter anderem der Kreishauptmann von Bratislava, Juraj Droba, Botschafter Johannes Wimer, der Südtiroler Vizepräsident Arnold Schuler, die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages, Hanna Naber, sowie Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs zu den Gästen.
Verbindungsbüro des Landes NÖ in Brüssel
Das NÖVBB: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Das Niederösterreichische Verbindungsbüro in Brüssel (NÖVBB) ist die Außenstelle des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung in Brüssel. Es wurde im Oktober 1994, kurz vor dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union, gegründet.
Als Schnittstelle zwischen Niederösterreich und den europäischen Institutionen sowie den Partnerregionen vertritt das NÖVBB die Interessen und Anliegen des Landes auf europäischer Ebene.