Gruppe von Schulkindern mit Lehrer auf Klassenausflug.

Veröffentlichung der Jugenderhebung 2024 eine Eurobarometer-Umfrage

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Die Europäische Kommission hat am 17. Februar 2025 die Eurobarometer Jugenderhebung 2024 über das Interesse und die Sorgen von jungen Bürgerinnen und Bürgern veröffentlicht.

Die wichtigsten Ergebnisse

Die Umfrage wurde zwischen 25. September und 3. Oktober 2024 mit Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren durchgeführt.

Politische Prioritäten

  • 40% der Befragten geben an, dass das Thema der Lebenserhaltungskosten im politischen Diskurs stark thematisiert werden sollte.
  • Umwelt und Klimawandel sind für 33% der jungen Menschen in der EU wichtige Themenbereiche.
  • Für 31% der befragten Menschen sollte die wirtschaftliche Lage und die Schaffung von Arbeitsplätzen politische Priorität haben.
  • 27% der jungen Menschen in der EU sind der Meinung, dass Bildung und Ausbildung ein essentielles Thema sind.

Unterstützung für die EU

  • 30% der Befragungsteilnehmer sehen die EU positiv und unterstützen sowohl die EU, als auch die Arbeitsweise der Institutionen.
  • Für weitere 25% können die EU-Institutionen zwar eher positiv gesehen werden, allerdings nicht die aktuellen Arbeitsweisen.
  • 22% der befragten Personen stehen der EU zwar skeptisch gegenüber, allerdings können sie sich bei anderen Arbeitsweisen eine Änderung ihrer Meinung vorstellen.
  • Lediglich 6% der Befragten Personen lehnen die EU gänzlich ab.

Informationsquellen

  • Im EU Schnitt beziehen rund 41% der jungen Menschen die meisten Informationen über Politik aus Social Media.
  • EU-weit verwenden 39% der Befragten klassisches analoges TV als ihre Hauptinformationsquelle.
  • Von weiteren 26% der Befragten werden Online-Nachrichten als primäre Informationsquelle angegeben.

Kontakt mit Desinformationen

  • Insgesamt 74% der jungen Menschen sind sich bewusst, dass sie Desinformationen in den letzten sieben Tagen vor der Befragung ausgesetzt gewesen sind.

Politisches Engagement

  • Laut dieser Umfrage haben 28% der jungen Menschen in Österreich schon mal bei einer Wahl gewählt im Gegensatz zu knapp 40% im EU-Vergleich.
  • Von den befragten Österreichern haben 20% in der Vergangenheit bereits eine Petition unterstützt. Im EU-Schnitt haben dies bereits rund 26% schon getan.
  • 15% der in Österreich Befragten haben schon mal für eine wohltätige Organisation ehrenamtlich gearbeitet – im EU-Schnitt waren es 20%.

Wahlverhalten bei der Europawahl

  • Von denjenigen, die bei der EU-Wahl 2024 nicht ihre Stimme abgaben haben, haben 16% dies aufgrund anderer Verpflichtungen nicht getan zu haben.
  • Weitere 16% fühlten sich nicht informiert genug, um eine Partei zu wählen. .
  • Insgesamt haben 15% der Befragten angegeben, keinen passenden Kandidaten gefunden zu haben.
  • 15% der jungen Menschen vertrauen Politikern generell nicht bzw. sind insgesamt mit der Politik unzufrieden.
  • Unter denjenigen welche gewählt haben, gaben 27% (vs. 30% im EU-Vergleich) an dies getan zu haben weil die Ideen der Partei mit ihren Ideen übereingestimmt haben.
  • Für 17% der Befragten war ausschlaggebend, dass sie positive Dinge über den Kandidaten gehört haben.
  • 16% der jungen Europäerinnen und Europäer haben laut ihrer Aussage strategisch gewählt, um eine Partei zu verhindern.

Ergebnisse zu Österreich

  • In Österreich sind 35% der Ansicht, dass die Auseinandersetzung mit Lebenserhaltungskosten eine politische Priorität sein sollten.
  • 32% der befragten Menschen aus Österreich sehen Umwelt und Klimawandel als wichtige politische Themen.
  • Die wirtschaftliche Lage und die Beschaffung von Arbeitsplätze ist für junge Menschen aus Österreich nur für 20% ein prioritäres Thema.
  • 30% der jungen Menschen sehen die EU positiv und unterstützen die aktuelle Arbeitsweise. Weitere 25% unterstützen zwar die EU, allerdings sind diese Personen nicht mit der aktuellen Arbeitsweise einverstanden.
  • Insgesamt lehnen nur 7% der Befragten die EU gänzlich ab.
  • 42% junger Menschen in Österreich haben angegeben, die meisten ihrer Informationen über Politik aus sozialen Medien zu beziehen und nur noch 39% aus dem analogen TV.
  • Weit über dem EU Durchschnitt liegt mit 92% der Anteil österreichischer junger Menschen mit dem Bewusstsein, regelmäßig Desinformation ausgesetzt zu sein.
  • Folgende Gründe wurden dafür angegeben, nicht bei der EU-Wahl teilgenommen zu haben:
    • Andere Verpflichtungen (14%)
    • Nicht ausreichend informiert zu sein (17%)
    • Kein passendes Angebot (16%)
    • Kein Vertrauen in die Politik (11%)
  • 25% der Befragten gaben als Grund für Ihre Wahl an, dass die Partei imstande sei, Probleme zu lösen – bei 23% waren es positive Dinge, die über die Partei gehört wurden.