EU-Bürgerdialog in der HBLA Klosterneuburg
Jugend gestaltet Landwirtschaft von morgen mit
Im Rahmen eines EU-Lokaldialogs nutzten an der HBLA Klosterneuburg und Bundesamt für Wein- und Obstbau rund hundert Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich zum Thema „Wein und Obst – Europas Regionen im Gespräch über die Zukunft: Was bedeutet Europa für junge Menschen in der Landwirtschaft und in ländlichen Regionen?” direkt mit politischen Entscheidungsträgern auszutauschen.
Landtagspräsident lud zum Dialog
Auf Einladung von Landtagspräsident Karl Wilfing diskutierten der Generalsekretär des Europäischen Ausschusses der Regionen Petr Blížkovský (CZ), LAbg. Doris Schmidl (selbst Landwirtin), Jan Zámečník (stellvertretender Kreishauptmann Südmähren CZ), der burgenländische LAbg. Robert Hergovich (Vorsitzender der AdR-Gruppe WINE) sowie Ilse Penders-Stadlmann (leitende EU-Politikreferentin) mit den Jugendlichen. Nach einer Führung durch die Schule durch Direktor Reinhard Eder fand eine lebendige Diskussion statt, die teilweise auch in englischer Sprache geführt wurde.


Im Zentrum standen Fragen zur Funktionsweise der Europäischen Union sowie konkrete Anliegen der jungen Generation. Dabei wurde deutlich: Themen, die Bürgerinnen und Bürger an ihre Vertreter herantragen – von Sorgen bis zu Verbesserungsvorschlägen – finden ihren Weg in die europäische Politik.
Besonderes Augenmerk lag auf der Bedeutung der Landwirtschaft, insbesondere der Weinwirtschaft. „Der Weinsektor ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Europa: Rund drei Millionen Menschen leben direkt oder indirekt vom Weinbau, der etwa 130 Milliarden Euro zum EU-BIP beiträgt. Der Wein- und Obstbau ist eine ganz besondere Stärke Niederösterreichs – er ist Teil unserer DNA und Ausdruck einer jahrhundertealten Tradition. Gleichzeitig liegt gerade in der Verbindung von Tradition und Innovation die große Chance für die Zukunft: Mit neuen Technologien, nachhaltigen Methoden und dem Engagement der jungen Generation kann unsere Landwirtschaft auch morgen erfolgreich bestehen“, betonte Wilfing.

Junge Ideen für eine nachhaltige Zukunft
Aus der Praxis kamen wertvolle Impulse: Laura Renner (Bio-Weingut Renner aus Leutschach) sowie Emil Brandhofer brachten nicht nur eigene Erfahrungen ein, sondern auch Anliegen aus dem Kreis der Schülerinnen und Schüler. Diese zeigten großes Interesse und stellten zahlreiche Fragen – insbesondere zu Themen wie Energie, Ackerbau und der Zukunft des Weinbaus, oft mit direktem Bezug zu den eigenen Familienbetrieben.
Die Diskussion zeigte klar, wie wichtig die Rolle junger Menschen in der Landwirtschaft ist – insbesondere vor dem Hintergrund von Klimawandel, Strukturwandel im ländlichen Raum und globalen Ernährungssystemen.