Herausforderungen und Prioritäten der EU Flash-Eurobarometer-Umfrage
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Die EU-Kommission hat eine Flash-Eurobarometer-Umfrage zu Herausforderungen und Prioritäten der EU, wie Online-Sicherheit für Kinder, demokratischer Widerstandsfähigkeit, Verteidigung und Energiewende, veröffentlicht.
Schutz von Kindern
- Eine große Mehrheit der befragten Europäerinnen und Europäer wünscht sich, dass die EU mehr unternimmt, um Kinder vor den Gefahren im Internet zu schützen.
- Sie sind überwiegend besorgt über alle Risiken, denen Kinder in den sozialen Medien ausgesetzt sind.
- Cybermobbing und Belästigung stehen ganz oben auf der Liste der Sorgen und beunruhigen 71 % der Befragten, dicht gefolgt von der Angst vor Online-Grooming und sexueller Ausbeutung (70 %), der Konfrontation mit schädlichen Inhalten wie Gewalt, Selbstverletzung oder Extremismus (69 %) sowie dem Missbrauch der personenbezogenen Daten von Kindern (69 %).
- Eine deutliche Mehrheit weist zudem auf das Risiko hin, dass Kinder für illegale Aktivitäten rekrutiert werden (64 %) und einem suchterzeugenden Plattformdesign ausgesetzt sind (60 %).
- Eine große Mehrheit der befragten Europäerinnen und Europäer wünscht sich, dass die EU mehr unternimmt, um Kinder vor den Risiken im Internet zu schützen.
- Fast zwei von drei Europäerinnen und Europäern (63 %) befürworten EU-Vorschriften, die den Zugang von Kindern zu sozialen Medien je nach Alter einschränken, sei es durch ein vollständiges Verbot unterhalb einer bestimmten Altersgrenze (36 %) oder durch einen verzögerten Zugang (27 %).
- 15 % sprechen sich für eine Aufstockung der Ressourcen der Strafverfolgungsbehörden aus, während 13 % es vorziehen, die Aufsicht den Eltern und Schulen zu überlassen, ohne dass die EU weiter eingreift.
Soziale Medien
- Zwei Drittel der befragten Europäerinnen und Europäer (66 %) nutzen täglich soziale Medien, um sich über aktuelle Ereignisse oder Politik zu informieren.
- Vor diesem Hintergrund nennen die befragten Europäerinnen und Europäer als oberste Prioritäten im Kampf gegen falsche oder irreführende Informationen strengere Sanktionen für illegale Online-Inhalte (44 %) und strengere Vorschriften für Plattformen (40 %), gefolgt von einer eindeutigen Kennzeichnung von KI-generierten oder manipulierten Inhalten (38 %), einer Altersuntergrenze für den Zugang zu sozialen Medien (37 %) sowie höheren Investitionen in Medienkompetenz und unabhängige Faktenprüfung (29 %).
Demokratie
- Laut den Ergebnissen der Umfrage stehen Meinungs- und Ausdrucksfreiheit (34 %), freie und faire Wahlen (32 %) sowie die Achtung der Rechtsstaatlichkeit und der Grundrechte (31 %) ganz oben auf der Liste der wichtigsten Elemente einer demokratischen Gesellschaft.
- Die Bekämpfung von Korruption (28 %), Transparenz und Rechenschaftspflicht politischer Entscheidungsträger sowie ein unabhängiges Justizsystem (26 %) und die Beteiligung der Bürger an öffentlichen Debatten und Entscheidungsprozessen (22 %) werden ebenfalls als zentrale Säulen genannt.
- Über die Stimmabgabe hinaus sehen die befragten Europäerinnen und Europäer Formen der direkteren Beteiligung als wirksames Mittel, um Einfluss auf die Entscheidungsfindung in der EU zu nehmen (46 %), gefolgt von der Beteiligung an politischen Bewegungen, Parteien oder Gewerkschaften (42 %).
Verteidigung
- Eine deutliche Mehrheit der befragten Europäerinnen und Europäer (68 %) ist der Meinung, dass die EU ihre Fähigkeit stärken sollte, sich eigenständig gegen potenzielle Bedrohungen von außen zu verteidigen.
- 56 % (+4 Prozentpunkte seit Januar 2026) geben an, dass sie darauf vertrauen, dass die EU die Sicherheit und Verteidigung stärkt und ihre Bürgerinnen und Bürger besser schützt.
Energieversorgung
- Die Umfrage ergab außerdem, dass mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) der Ansicht ist, dass der Ausbau der Kapazitäten für erneuerbare Energien der EU beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen helfen kann, während zwei von fünf Befragten auf Energieeffizienzmaßnahmen verweisen. 32 % sehen zudem die Kernenergie als mögliche Lösung.
- Was konkrete Maßnahmen der Bürgerinnen und Bürger infolge des Anstiegs der Energiepreise betrifft, so hat fast jeder dritte Befragte (31 %) seinen Gesamtstromverbrauch gesenkt, während mehr als jeder Vierte (27 %) begonnen hat, seinen Energieverbrauch genauer zu überwachen, oder den Einsatz von Heizung oder Kühlung reduziert hat (26 %).
- Die Liste der Maßnahmen wird vervollständigt durch die Anpassung des Energieverbrauchs an verschiedene Tageszeiten, um von niedrigeren Preisen zu profitieren (20 %), Investitionen in energieeffizientere Geräte (16 %), den Vergleich oder Wechsel des Energieversorgers oder -vertrags (14 %) sowie die Installation oder Erwägung der Installation von Lösungen für erneuerbare Energien (14 %).
Ergebnisse zu Österreich
Auswahl
- Die größten Herausforderungen, denen die EU zurzeit gegenübersteht, sind laut den befragten österreichischen Bürgerinnen und Bürgern an erster Stelle die Lebenshaltungskosten (43 %), gefolgt von dem Klimawandel und Umweltfragen (29 %) sowie irregulärer Migration (29 %).
- Ihrer Meinung nach soll die EU vorrangig die Umwelt und den Klimawandel (22 %) angehen, sowie irreguläre Migration (21 %) und die Sicherheit und Verteidigung (18 %).
- Als wichtigste Elemente einer demokratischen Gesellschaft gaben die befragten Österreicherinnen und Österreicher Rede- und Meinungsfreiheit (37 %), freie und faire Wahlen (35 %) sowie die Achtung der Rechtsstaatlichkeit und Schutz der Grundrechte (31 %) an.
- Der Ausbau der Kapazitäten für erneuerbare Energien ist laut 57 % der Befragten die wichtigsten Maßnahme, um die Abkehr von fossilen Brennstoffen in der EU zu schaffen, gefolgt von der Senkung des Energieverbrauchs durch Energieeffizienzmaßnahmen (39 %) sowie der Förderung lokaler Maßnahmen wie Energiegemeinschaften (36 %).
- Auch Datenschutzrisiken, denen Kinder in sozialen Medien ausgesetzt sind, bereiten 61 % der befragten Österreicherinnen und Österreicher Sorgen und 58 % sind wegen des Risikos besorgt, dass Kinder in den sozialen Medien zu illegalen Aktivitäten angeworben werden könnten.
- 27 % der befragten österreichischen Bürgerinnen und Bürger sind der Meinung, dass Vorschriften auf EU-Ebene erlassen werden sollen, die es Anbietern sozialer Medien untersagen, ihre Dienste Kindern unter einem bestimmten Alter anzubieten und sie dazu verpflichten, den Zugang zu bestimmten unsicheren sozialen Medien erst in einem höheren Alter zu gewähren.

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